Sternstunden – Vladimir Horowitz: Das Moskau-Konzert

Sternstunden – Vladimir Horowitz: Das Moskau-Konzert

Sternstunden der Musik | Vladimir Horowitz – Das Moskau-Konzert (1986)

Ein Film von Holger Preusse und Philipp Quiring, ZDF/arte und C Major Entertainment, 43 min.

„Magic Moments of Music – Horowitz in Moscow“ wurde für den VENICE TV AWARD 2019 in der Kategorie „Performing Arts“ nominiert.

Vladimir Horowitz kehrt nach mehr als 60 Jahren in seine russische Heimat zurück. Noch sind die Mauern zwischen Ost und West unüberwindbar. Es herrscht Kalter Krieg. Eine Zeitzeugin, die damals als junge Musikstudentin im Großen Saal des Tschaikowsky-Konservatoriums in Moskau-beim Konzert von Horowitz mit dabei war, sagt rückblickend: „Es war das Gefühl, als würde sich ein großes Tor öffnen. Damals waren wir ja ziemlich isoliert von der ganzen Welt. Seine Wiederkehr war sehr symbolisch.“

Jahrelang hatte Horowitz keine Konzerte gegeben – künstlerische Krisen und Depressionen waren der Grund. Sein Auftritt in Moskau gleicht einer Sensation. Obwohl die russischen Behörden nur mit einem kleinen Plakat auf das Konzert aufmerksam machen, strömen die Menschen in Massen. „Horowitz war so populär wie ein Rockstar, es war als ob die Beatles oder die Rolling Stones ein Konzert gaben. Die Leute waren bereit die ganze Nacht auf der Straße zu schlafen, um ein Ticket zu bekommen, egal ob in New York oder in Moskau“, so Peter Gelb, der ehemalige Musikmanager von Horowitz.

Neben den Konzertausschnitten kommen herausragende Persönlichkeiten und Kenner von Vladimir Horowitz zu Wort: so sein langjährige Musikmanager Peter Gelb, der das Moskau-Konzert organisiert hat, die mittlerweile selbst legendäre Pianistin Martha Argerich, der russische Starpianist Daniil Trifonov, die deutsch-italienische Pianistin Sophie Pacini und Zeitzeugen

 

Sternstunden – Das Mauerfallkonzert: Berliner Philharmoniker

Sternstunden – Das Mauerfallkonzert: Berliner Philharmoniker

Sternstunden der Musik | Das Mauerfallkonzert: Berliner Philharmoniker (12.11.89)

Ein Film von Eric Schulz, ZDF/arte und C Major Entertainment, 43 min.

„DAS Konzert“ – so schlicht und doch so bezeichnend wird es bei den Berliner Philharmonikern intern heute genannt. Das sogenannte ‚Mauerfallkonzert‘ vom 12. November 1989 ist das wahrscheinlich ergreifendste Konzert im Europa der Nachkriegszeit.

Es ist Tag drei nach der Maueröffnung. Kurzentschlossen geben die Berliner Philharmoniker mit nur einer kleinen Anspielprobe unmittelbar vor Saalöffnung ein Konzert exklusiv für Bürger der DDR. Als Eintrittskarte gelten die Ausweispapiere. Ab fünf Uhr morgens stehen die Menschen vor der Philharmonie Schlange, manche übernachten sogar in ihren Trabis auf dem Parkplatz. Der SFB überträgt live im Fernsehen. Zwei Werke von Ludwig van Beethoven stehen auf dem Programm: das Erste Klavierkonzert und die Siebte Symphonie. Im Pauseninterview bricht der Orchestervorstand Alexander Wedow vor laufender Kamera in Tränen aus. Auch unzählige Zuschauer lassen ihren Tränen freien Lauf. Die Ovationen im Saal nehmen kein Ende.

Daniel Barenboim erinnert sich: „Am Freitag, dem 10. November kamen die beiden Orchestervorstände zu mir und fragten mich, ob ich bereit wäre, ein Konzert zum Mauerfall zu dirigieren. Ich sagte natürlich sofort zu, und es war ein unvergessliches, einmaliges Konzert. Anschließend überreichte mir eine Frau mit zitternder Hand Blumen, neben ihr stand ein junger Mann. Es war ihr Sohn. Als Baby hatte ihr Mann ihn mit den Westen genommen. Seit damals hatte sie ihr Kind nicht wiedergesehen. Durch den Fall der Mauer hatten sie nun endlich zusammengefunden. Sie sagte zu mir: ‚Wie konnten wir das besser feiern als durch dieses Konzert mit Ihnen und den Philharmonikern! Dafür möchten wir Ihnen danken.’“

Sound of Freedom

Sound of Freedom

Sound of Freedom

Ein Film von Ulrike Neubecker, Bernard Wedig und Chrysanthi Goula, 2 x 52min, arte 2019
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Die zweiteilige Dokumentation „Sound of Freedom“ geht zurück zu den Wurzeln der Musik der Hoffnung, der Rebellen und der Unterdrückten. Von der Marseillaise über „Bella Ciao“ bis zu „We Shall Overcome“, „I Will Survive“ und „Wind of Change“. Von Jimi Hendrix über Serge Gainsbourg bis zu Pussy Riot. Von Billy Holiday über Nina Simone bis zu Beyoncé – mit den internationalen Superhits der Freiheit spannen die Filme einen Bogen vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart.

Manche Lieder haben den Lauf der Geschichte verändert, andere sind zu ikonischen Erkennungsmelodien geworden, untrennbar mit einem Ereignis verknüpft. Wie kein anderes Medium vermag es Musik, Menschen zu berühren, zu trösten und zu motivieren. Gesellschaftliche Umbrüche und politische Lieder sind spätestens seit der Französischen Revolution eng miteinander verknüpft. Musik ist Werkzeug der Mobilisierung, Inbegriff der Hoffnung und Utopie eines besseren Lebens. Sie solidarisiert die Unterdrückten, agitiert die Widerständler und ermutigt die Revolutionäre.

Die Filme suchen nach der gemeinsamen Haltung, die die Musiker trotz unterschiedlicher Stile und politischer Ideale über Generationen hinweg miteinander verbindet. Woher nimmt Billie Holiday das Selbstverständnis, so offen Kritik an der Diskriminierung der Schwarzen zu üben? Was hat das Volkslied „Die Gedanken sind frei“ mit dem „Punk-Gebet“ der russischen Band Pussy Riot zu tun? Und auf welche Traditionen bezieht sich die Free-Nelson-Mandela-Bewegung oder der Feminismus-Pop von Beyoncé?

Die zweiteilige Dokumentation präsentiert ein Netz popkultureller Bezüge und historischer Momentaufnahmen zum Thema Freiheit. Emblematische Bilder der großen Protestzüge und Aufstände von der Französischen Revolution über den Mauerfall bis zur Black-Lives-Matter-Bewegung werden kombiniert mit Musikvideos, Live-Aufnahmen und legendären Talkshow-Interviews.

Musiker wie Billy Bragg, Don Letts, Jean-Michel Jarre, Klaus Meine, Anna Calvi, Dennis Lyxzén, The Specials, Sookee und Michael Patrick Kelly beziehen Stellung. Assoziativ montiert beschreiben sie die verschlungenen Wege, über die sich Ideen und Ideale des Widerstands, des Protests und der Sehnsucht nach Freiheit entwickelt haben.

Meine Gemeinde, meine Familie

Meine Gemeinde, meine Familie

Meine Gemeinde, meine Familie

Ein Film von Jonas Daniels und Stefan Pannen, 43 min. WDR 2018
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Die katholische Kirche in Deutschland verliert zunehmend an Relevanz. Als Folge daraus müssen die Bistümer sich umstrukturieren. Die im Glauben verwurzelten Menschen werden vor neue Herausforderungen gestellt und müssen dabei lernen sich an diese Veränderung anzupassen. Der Film begleitet Gläubige aus drei Bistümern, die diesen Relevanzverlust auf unterschiedliche Arten auffangen müssen.

In Essen Margaretenhöhe lebt Chiara Pöllen. Die 22-jährige studiert Heilpädagogik und engagiert sich nebenbei in der Gemeinde zur Heiligen Familie in Essen. Die Gemeinde organisiert sich durch motivierte Mitglieder wie Chiara seit zwei Jahren selber. „Auf der Margaretenhöhe zu leben und in dieser Gemeinde zu sein, das ist Familie, das ist Freude, das ist Leben, das ist Liebe, das ist wirklich alles für mich!“

Johann Thomas ist Teil des Eifler Widerstandes gegen die Reformen im Bistum Trier. Er und seine Mitstreiter sind es leid, dass von oben herab über ihr Gemeindeleben entschieden wird. Nun demonstrieren sie gegen das Bistum in der Hoffnung eine friedliche Lösung zu finden. „Demokratie kennt die Kirche nicht. Darum müssen wir darauf hoffen, dass von oben der Geist kommt.“

Pastor Liju aus dem indischen Kerala ist seit dem Frühjahr 2017 Aushilfspriester im Bistum Paderborn. Deutschland ist gewöhnungsbedürftig. Neben der neuen Kultur, muss er auch lernen, mit der Sprache und seinem Heimweh klar zu kommen: „Ich vermisse meine Eltern und meine Geschwister, aber auch andere Verwandte.“

Der illegale Film

Der illegale Film

Der illegale Film

Ein Film von Martin Baer und Claus Wischmann, 80 min., 2018
 

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Mein Haus.
Ihr Auto.
Unsere Straße.

Klare Sache: Eigentum.

Aber wem gehört eigentlich das Foto von meinem Haus?
Die Farbe Ihres Autos?
Das Bild unserer Straße?

Kann man einen Anblick besitzen?
Wem gehört ein Foto — dem der drauf ist?
Oder dem, der es gemacht hat?
Und wer vermarktet all die Bilder, auf denen Sie selbst zu sehen sind?

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