Anna Lapwood in der Elbphilharmonie

Anna Lapwood in der Elbphilharmonie

Anna Lapwood in der Elbphilharmonie

Konzertaufzeichnung von Beatrix Conrad, ZDF/arte, 80 min.

Sendetermin bei ARTE: 24. Oktober 2026 und in der ARTE Mediathek

Ihre Begeisterung ist ansteckend: Anna Lapwood ist das neue Gesicht eines uralten Instruments. Millionen von Followern verfolgen die 30-jährige britische Musikerin auf Instagram, TikTok und YouTube, wenn sie nachts an der Orgel probt, und sind sowohl online als auch live von ihren beeindruckenden Konzertarrangements fasziniert. Immer wieder stellt sie den klassischen Kanon in Frage und widmet sich der Unterhaltungs- und Filmmusik mit derselben Hingabe wie Bach, Vierne, Poulenc und zeitgenössischen Komponisten. Als Organistin, Dirigentin, Pädagogin und BBC-Moderatorin nutzt sie ihre Medienpräsenz gezielt, um für Vielfalt und musikalische Bildung zu werben.

Einladungen führen Anna Lapwood an alle bedeutenden Orgeln der Welt. Erst kürzlich sorgte die junge Musikerin in ganz Deutschland für Aufsehen, als Zehntausende Menschen in den Kölner Dom strömten, um Lapwoods „Organ Celebration“ zu hören. Alle bevorstehenden Auftritte in den renommiertesten Konzertsälen des Landes sind komplett ausverkauft. Ein Highlight ist Anna Lapwoods Rückkehr in die Elbphilharmonie, wo sie ein abwechslungsreiches Programm mit Filmmusik und Werken von Einaudi, Britten und Duruflé spielen wird.

Mit einem Programm, das die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts von moderner Klassik über Filmmusik bis hin zum Standardrepertoire und eigenen Arrangements umfasst, spiegelt dieser Konzertabend eindrucksvoll das Schaffen und die künstlerische Bandbreite von Anna Lapwood wider.

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Programm:

Hans Zimmer: Chevaliers de Sangreal (from the Da Vinci Code)
Rachel Portman: Flight, Olivia Belli: Limina Luminis
Benjamin Britten arr. Anna Lapwood: Four Sea Interludes i. Dawn
Benjamin Britten arr. Anna Lapwood: Four Sea Interludes ii. Sunday Morning
Alan Menken arr. Anna Lapwood: The Bells of Notre Dame (from The Hunchback of Notre Dame)
John Williams: Duel of the Fates
Hans Zimmer arr. Lapwood: Suite from Interstellar i. Cornfield Chase
Ludovico Einaudi: Experience
Hans Zimmer arr. Lapwood: Suite from Pirates of the Caribbean

Lucas & Arthur Jussen in Dortmund | Mit Andris Nelsons und dem Gewandhausorchester

Lucas & Arthur Jussen in Dortmund | Mit Andris Nelsons und dem Gewandhausorchester

Lucas & Arthur Jussen in Dortmund | mit Andris Nelsons und dem Gewandhausorchester

Regie Robert Gummlich, WDR/arte, 132 min.

Sie sind das derzeit wohl bekannteste Klavierduo der Welt – auf jeden Fall sind sie das lustigste: Den Gebrüdern Jussen merkt man den Spaß an, den sie auf der Bühne haben. Gemeinsam nehmen sie sich ein Werk vor, das ebenfalls von einer Geschwisterverbindung kündet: Gerade einmal 14 Jahre war Felix Mendelssohn-Bartholdy alt, als er zum Geburtstag seiner Schwester Fanny ein Konzert für zwei Klaviere komponierte.

Das Werk entspricht ganz der Beziehung der beiden – mal quirlig, mal innig, immer herzlich. Und mit Andris Nelsons steht ein echter Mendelssohn-Nachfolger am Pult des Leipziger Gewandhausorchesters: nur 13 Kapellmeister trennen die beiden Musiker voneinander. Perfekt zur Energie des Doppelkonzertes passend erklingt nach der Pause Antonín Dvořáks Symphonie Nr. 8, in der sich die symphonischen Fähigkeiten und die melodische Begabung des Komponisten zu unwiderstehlichem Effekt verschmelzen. Den Auftakt des Konzertes bildet der „Blumine“-Satz von Gustav Mahler. Ursprünglich als Bühnenmusik für eine Schauspielproduktion komponiert und später zeitweilig als zweiter Satz seiner Symphonie Nr. 1 vorgesehen.

Programm:

Gustav Mahler: »Blumine« Sinfonischer Satz
Felix Mendelssohn-Bartholdy: Konzert für zwei Klaviere und Orchester E-Dur
Dvořák: Symphonie Nr. 8 G-Dur Op. 88

Yuja Wang spielt und dirigiert Rhapsody in Blue

Yuja Wang spielt und dirigiert Rhapsody in Blue

Yuja Wang spielt und dirigiert Rhapsody in Blue

Eine Ko-Produktion mit UNITEL; WDR/ARTE, 94 min.

Für Yuja Wang wurde ein Traum wahr: Zum ersten Mal dirigiert sie ein Ensemble vom Klavier aus. Zusammen mit dem Mahler Chamber Orchestra spielt sie im Wiener Musikverein die populäre Rhapsody in Blue von George Gershwin und Igor Strawinskys Konzert für Klavier und Blasinstrumente.

Solistisch glänzen und gleichzeitig das Mahler Chamber Orchestra leiten – die ultimative Herausforderung für Yuja Wang im ausverkauften Wiener Musikverein. Wangs Mutter war Tänzerin, ihr Vater Perkussionist. Sie ist also mit einem Gefühl für den Körper und für die Bewegung zur Musik aufgewachsen. Beides Dinge, die essentiell sind fürs Dirigieren.

Bei George Gershwins Rhapsody in Blue glänzt zuerst Jaan Bossier an der Klarinette. Er ist Gründungsmitglied des Mahler Chamber Orchestras, heute Professor in Frankfurt und beginnt das charakteristische Glissando souverän schon beim Auftritt von Yuja Wang und übergibt dann den solistischen Staffelstab an die furiose Star-Pianistin.

Für die standing ovations bedankt sie sich im Zusammenspiel mit einer perkussiv assistierenden Gruppe von MCO-Musikern mit Arturo Márquez‘ fulminantem „Danzón Nr. 2“ in der Klaviertranskription von Leticia Gómez-Tagle beim begeisterten Wiener Publikum.

1924 wurde Igor Strawinskys Konzert für Klavier und Blasinstrumente uraufgeführt. Yuja Wang und das mco prüfen die 100 Jahre alte Komposition auf Herz und Nieren – tänzerisch, jazzig, schwelgerisch und manchmal streng mechanisch sind es die in Musik gegossenen „Roaring Twenties“.

Weihnachten in Regensburg

Weihnachten in Regensburg

Weihnachten in Regensburg | Mit Benjamin Appl, Elsa Dreisig und den Regensburger Domspatzen

Regie: Beatrix Conrad, 43 min & 65 min, BR/ARTE

Für den Gesangsstar Benjamin Appl erfüllt sich ein Traum: Als kleiner Junge war er selbst ein ’Spatz’. Bei den Regensburger Domspatzen hat er singen gelernt. Nun lädt er in die wunderschöne Alte Kapelle in Regensburg ein und singt mit Sopranistin Elsa Dreisig und 60 Regensburger Domspatzen Weihnachtslieder aus Deutschland, Frankreich, England und Schweden.

Es ist ein buntes Programm aus aller Welt – gerade richtig, um die besinnliche Weihnachtszeit einzuläuten. In der bedeutendsten Rokokokirche Bayerns erklingen bekannte Melodien von Cornelius und Mendelssohn genauso wie die traditionellen Weihnachtslieder „Stille Nacht, Heilige Nacht“, „Christmas Lullaby“ und “Petit Papa Noël“.

Im Hause Appl wird Weihnachten besonders ausgiebig gefeiert: Sage und schreibe fünfzig Weihnachtskrippen nennt die Familie ihr Eigen – einige davon selbst hergestellt. Eingeladen von Benjamin Appl bewundert die französisch-dänische Sängerin Elsa Dreisig Krippen und bayerische Weihnachtstraditionen und erzählt, wie das Fest in ihrer Heimat begangen wird. Nur beim Thema Weihnachtsessen gehen die Meinungen doch deutlich auseinander.

Neben einem 43-minütigen Dokumentarfilm gibt es eine 65-minütige Konzertfassung.

Mischa Maisky spielt Tschaikowsky

Mischa Maisky spielt Tschaikowsky

Mischa Maisky spielt Tschaikowsky

Ein Film von Beatrix Conrad & Lily Küntzle, 43 min., NDR/ARTE 2024

Nächste Ausstrahlung: 15. September ARTE

„Nach 50 Jahren auf der Bühne gibt es immer noch viele Herausforderungen, Träume und Ambitionen für die nächsten 50 Jahre.“ – Mischa Maisky sagt es mit einem Augenzwinkern. Der 75jährige Star-Cellist zeigt mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen unter der Leitung von Paavo Järvi, dass er immer noch wie ein „heißblütiger Jungspund“ (Hamburger Abendblatt) musizieren kann.

„Mein wichtigstes Lebensmotto: Perfektion ist der Feind des Guten.“ Für Mischa Maisky ist das Cello kein Mittel, um technisches Können zu demonstrieren. Nicht die Perfektion steht für ihn im Zentrum, vielmehr geht es ihm um Emotionen im Augenblick der Interpretation, die er seinem Publikum möglichst ungefiltert vermitteln möchte. Mit seiner langjährigen Freundin, der Pianistin Martha Argerich, und der Geigerin Janine Jansen im Konzert in Kiel ist diese emotionale Bindung zum Publikum intensiv zu spüren. Und auch wenn Mischa Maisky immer noch viele Wünsche und Träume für die Zukunft hat, einen Herzenswunsch hat er sich bereits erfüllt: gemeinsam mit seinen Kindern Sascha (Violine) und Lily (Klavier) geht er als Familientrio auf Konzertreisen.

Die Rokokovariationen von Tschaikowsky erlauben dem Cellisten, seine Virtuosität in vollen Zügen auszukosten. Mit der „Nocturne“ und der Cello-Adaption der Lenski Arie „Kuda, Kuda“ von Tschaikowsky demonstriert Maisky sein romantisches, ausdrucksstarkes Spiel, ohne in Kitsch abzugleiten. Max Bruchs „Kol Nidrei“ weckt in ihm Erinnerungen an seine Herkunft. Maisky wuchs in einer jüdischen Familie mit ukrainischer Herkunft in der ehemaligen Sowjetunion auf, begann als 8jähriger mit dem Cellospiel und erhielt seine Ausbildung von zwei der ganz großen Meister des Cellos: Mstislaw Rostropovich und Gregor Piatigorsky. Durch mehrere Brüche in seinem Leben – sein Vater starb, als er 18 war, seine Schwester wanderte kurz darauf aus, er selbst verbrachte 2 Jahre in einem Arbeitslager – entwickelte Maisky eine besondere Sensibilität, die man seinem Spiel anhört. Er sieht seinen ungewöhnlichen Lebenslauf als wichtige Ausbildung und ist dankbar für diese „umfassende Lebenserfahrung“.