Sternstunden der Musik | Die Filmmusik von John Williams

Ein Film von Wilma Pradetto und Sophia Wischmann, ZDF/arte, 43 min.

Manchmal genügen wenige Töne – und das Kino beginnt in unserem Kopf. Ein Raumschiff gleitet durch das All. Ein Hai nähert sich aus der Tiefe. Ein Kind hebt mit seinem Fahrrad in den Himmel ab. Oder eine einsame Geige erzählt von Schmerz und Hoffnung. Kaum ein Komponist hat unser filmisches Gedächtnis so nachhaltig geprägt wie John Williams.

 

Diese „Sternstunde der Musik“ lädt zu einer Begegnung mit einem der bedeutendsten Filmkomponisten unserer Zeit ein. Im Mittelpunkt steht das Gala Eröffnungskonzert „A John Williams Celebration“ in der Walt Disney Concert Hall in Los Angeles am 30. September 2014. Der junge Gustavo Dudamel, selbst ein großer Bewunderer und Freund von Williams, dirigiert die Los Angeles Philharmonic durch ein Programm, das die ganze Spannweite von John Williams‘ Schaffen entfaltet – von den großen sinfonischen Klangwelten bis zu seinen leisen, zutiefst menschlichen Kompositionen.

Zwischen den musikalischen Höhepunkten öffnen persönliche Erinnerungen und Gespräche den Blick auf den Menschen hinter den weltberühmten Melodien. Anne-Sophie Mutter, Itzhak Perlman, Sarah Willis, Cameron Carpenter, Ramin Djawadi, Chloé Dufresne, Braimah Kanneh-Mason und Alex Komlew sprechen über einen Künstler, dessen Bescheidenheit ebenso beeindruckt wie seine schöpferische Kraft. Sie erzählen von einer Musik, die den Geschichten Hollywoods einen Funken Magie verleiht – und auch dann begeistert, wenn Williams einmal nicht für das bewegte Bild komponiert.

Den emotionalen Höhepunkt des Konzertabends bildet John Williams selbst, wenn Gustavo Dudamel ihn ans Dirigentenpult bittet und er den ikonischen Imperial March aus Star Wars dirigiert. Als schließlich Darth Vader die Bühne betritt, begegnen sich Popkultur und Konzerttradition in einem augenzwinkernden Moment, der den Saal begeistert.

Fünf Oscars, 27 Grammys und zahllose weitere Auszeichnungen markieren eine einzigartige Karriere. John Williams wurde nicht über Nacht zur Legende. Seine Musik ist über Jahrzehnte gewachsen – und mit ihr ein Klang, der Generationen verbindet.